Freitag, 25. Juli 2014

VERBENA BONARIENSIS - ARGENTINISCHES EISENKRAUT

Da haben wir doch wieder gemeinsam, eine wunderbare Lösung für mein "nackertes" Durchgangstor gefunden. Vielen herzlichen Dank für den großartigen Einfluß auf mein letztes Posting. Die Entscheidung ist ziemlich schnell gefallen. Ich habe mich für ein immergrünes Geißblatt entschieden. Das ist sicherlich eine wunderbare und die beste Lösung diesen Standort.

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 

Heute zeige ich Euch eines meiner Lieblingsbeete, das schon fast einer Monokultur ähnelt. Als ich das Beet angelegt hatte, sagte mein Mann: "Und was wird das? Ein Grab?"
"Nein, da musst Du etwas abwarten, im Hochsommer wird es dort ganz bestimmt alles andere als sterbenslangweilig sein."  Das Lieblingsgrab, ähhhhhhh BEEEEET ist nämlich sowas von belebt, ich werde später zeigen, was sich dort den ganzen Tag tummelt, summt und brummt. Ein Paradies für die Insektenwelt (und auch für Katzen - siehe hier).


Ich muss leider zugeben, das die wunderschöne Mauer nicht uns sondern meiner Nachbarin gehört. Ihr könnt sicherlich erahnen was für ein Traumgarten hinter diesem Mäuerchen steckt. Ich bin jedes Mal total geflasht, wenn ich aus diesem Paradies zurückkomme.

Bevor ich jetzt anfange zu schwärmen und vom Thema abzuweichen - zurück zum Lieblingshochsommerbeet aus Eisenkraut und Gräsern. Inzwischen ist alles um einiges höher als ich, wirkt dabei aber transparent und keinesfalls erhaben. Man ist fast gezwungen näher heranzutreten um sich das Ganze anzuschauen.




Die Gräser zwischen dem Eisenkraut füllen das Beet und geben zusätzlichen Stand. Ich habe mich für Waldschmiele (Goldschleier) und Molina arandinacea transparent entschieden. Letzteres wird ziemlich hoch, bis 180cm und blüht von Juni bis August. Die Gräser geben im Winter dann etwas Struktur, wenn ringsum alles kahl ist. Gerade bei Raureif  sieht das schön aus. Leider ist das Eisenkraut nicht gut bis fast gar nicht winterfest. Die Stauden haben nur wenige Chancen im nächsten Jahr von alleine wieder auszutreiben. Wenn ich aber Glück habe, werden Sie sich von alleine aussäen und wieder kommen.

Außerdem steht im Beet noch eine Coreopsis tripteris - zu Deutsch: Hohes Mädchenauge, die inzwischen auch schon ihre 2m erreicht hat und Blütenknospen trägt. Sie wird von August bis September hellgelbe Blüten tragen, fällt im Moment aber noch gar nicht richtig auf.



Wie schon erwähnt, herrscht natürlich von früh bis spät Hochbetrieb! Manchmal staune ich schon, was diese Stängel alles so aushalten können, wenn die dicken Hummelchen da mal dran hängen... Donnerwetter!
Hunderte von Schmetterlingen fliegen außerdem ein und aus. (Wusstet ihr das Schmetterlinge sofort ausreißen, wenn sie das "Klick" des Kamera-Auslösers hören? Den Hummeln hingegen ist das vollkommen wurscht. Hauptsache fressen!)


Im sommerlichen Abendlicht (neeeeiiiiiinnnnnnn, das erinnert uns jetzt üüüüüüüüüüberhaupt gar nicht an Spätsommer und Frühherbst) sieht das ganze so aus.

Ist das nicht wunderschön? Das Eisenkraut wird immer einen Platz bei mir Garten haben. Soviel steht fest.




Donnerstag, 24. Juli 2014

VERÄNDERUNG ERWÜNSCHT

Ein Garten in dem sich nichts ändern darf oder kann, ist mir ein Gräuel. Ich liebe es, wenn ich abends durch den Garten gehe und Neues entdecke, was am Morgen noch nicht so war. Wenn ich mal zwei Tage nicht in den Garten komme, ist der Überraschungseffekt umso größer.
Die Natur ist einfach sagenhaft und es macht eine wahre Freude sie zu sehen und zu beobachten.


So ab und an entdecke ich die ersten Ecken die ich noch mal ändern, bzw. ergänzen will. Wie z.B. hier an unserem "Durchgangstor", welches von einer Clematis begrünt werden sollte. Damit bezweckte ich, eine klare Trennung zu einem anderen Bereich des Gartens zu schaffen. 



Schotterweg und Wiese werden zusätzlich durch einen immergrünen Lorbeerstrauch und Bauernjasmin getrennt. Der Bauernjasmin (Schneesturm) war bei der Anpflanzung im Juli letzten Jahres gerade mal 60cm hoch. Jetzt beginnt er sich zu entwickeln - haha - und aktuell sind wir beide gleich groß und können uns quasi in die Augen schauen. ;-) Geblüht hat er heuer noch nicht. Was soll´s? Der nächste Sommer kommt bestimmt.  


An das Ende der Biegung des Schotterweges der in den Garten führt, habe ich die Strauchrose Castella gepflanzt. Sie blüht leuchtend blutrot und kann ein stattlicher Strauch von 140-170cm werden. Sie ist remontierend und seitdem auch sie Banane gegessen hat, blüht sie ständig. Sie ist regenfest und hat ein sehr gesundaussehendes laub.  Man sagt ihr sogar nach, sie bekäme so ein dichtes Laubwerk, dass man sie sogar als Sichtschutz einsetzen kann. Als Bodendecker habe ich Frauenmantel ausgewählt. Er wächst noch sehr zaghaft, eigentlich überall, wo ich ihn im Garten eingesetzt habe. Von einer Überwucherung, wie viele mir androhten, kann ich nicht grad sprechen. Das hätte er an dieser Stelle hier ruhig tun dürfen. ;-)


Was hat das jetzt alles mit einer "Veränderung" zu tun? Bis hierher nix. 



Es ist die Clematis-Angelegenheit die sich nicht so entwickelt hat, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das ist einfach nicht stimmig. Sie hat es noch nicht mal bis ganz nach oben geschafft. Spärlich Laub und Blüten gebildet. Ich hätte gerne mehr. Eine Begrünung die das Gartenhaus erreicht, damit dort so ein richtiger Rahmen entsteht. Das muss noch nicht mal blühen, die roten Rosen werden ohnehin der Blickfang sein.   


Eine Rambler-Rose? Veilchenblau? Lykkefund? Oder doch lieber eine Kletterrose? Oder die Clematis an einen anderen Platz setzen um einen neuen Ketterer einzupflanzen - und wenn ja, dann welchen? Einen Immergrünen, wie vielleicht Efeu? Könnte ich mir im Winter gut vorstellen, wenn in diesem Eck alles kahl ist. 

Ihr seht, ich bin absolut ratlos. 

Vielleicht haben meine Leser vielleicht eine Idee? Kletterhortensien würde ich allerdings aufgrund des Bodens eher ausschließen.   

Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt. 


Montag, 21. Juli 2014

WAS BLÜHT IM JULI IM GARTEN?

In meinem Garten gibt es keinen Stillstand. Das ist so gewollt, geplant, inzwischen gut erfüllt. Neben Rosen, liebe ich nämlich auch Stauden und bereits im Winter habe ich mir eine Liste aufgestellt, und entschieden welche Pflanzen in den Garten kommen. Gezielt ausgewählt, sozusagen. Trotzdem sieht alles ein bisserl wild in den Beeten aus, grad so wie ich es mag. 

Dazwischen gibt es auch immer wieder mal Einjährige, doch das ist eher als Zufall oder Glück zu betrachten, denn die meisten ihrer Kollegen habe ich als "Unkraut" wieder aus den Beeten gezupft. ;-) Ich Bösewicht! Aber vielleicht kann ich das nächstes Jahr dann schon besser unterscheiden. 

Viele von Euch fragen, bzw. sind oft erstaunt, warum ich mir die Namen so gut merken kann. Das Geheimnis: Ich führe ein Gartentagebuch. Dort halte ich alles Wissenwertes über die Pflanze schriftlich fest. So verankert sich das alles auch Gedächtnis. Auswendig kann ich es sicherlich nicht, aber wenn ich was wissen muss, dann kann ich ja spicken. Schließlich kann man nicht früh genug mit dem Gedächtnistraining anfangen. 

Ich hoffe, ihr habt ein gutes Durchhaltevermögen mitgebracht, denn in diesem Post gibt es viele Bilder zu sehen. 



Mit einer meiner allerliebsten Stauden beginne ich. Der Flammenblume/Phlox paniculata "PAX".
Höhe 50/80cm. Blütezeit vom VIII - IX.
Hier blüht sie heuer allerdings schon im Juli. (Iss ja alles n´bisschen früher dran)


Dagegen ist der Phlox paniculata "Danielle" pünktlich und gerade erst am Aufblühen. Blüht von Juli - August und erreicht eine Höhe von 80cm.


Eher zurückhaltend - der Etagenerika "Schneekrone". Ich bin sicher, er entwickelt sich im Lauf der Jahre.
Er erreicht eine Höhe von 80cm und blüht von VII bis IX. Die abgeblühten Blüten schneidet man übrigens nach der Blüte bis zum ersten Blattpaar und im Herbst dann bis zum Boden zurück.


Braucht kaum Beachtung & Pflege und ist sparsam mit dem Regenwasser. Die Schafgarbe / Achilla ptarmica blüht von VII - IX und wird 60cm. Sie möchte einen vollsonnigen Standort. Das wünschen sich übrigens alle Pflanzen die ich in diesem Post zeige.



Ein Dauerblüher. Die Lupine, von der ich nur die abgeblühten Blütenstände bis zum 1. Blatt abschneide. Sie blüht ständig nach. Seit Anfang Juni (heuer - vielleicht eine Ausnahme) bis zum September. Sie wird ca. 80cm hoch und ist ein Bienenmagnet.


Ebenso ein wahrer Insektenmagnet ist die kleine Edeldistel, welche auch von Juni bis September dauer-blüht und bis zu 100cm hoch werden kann.



Die Glamis Castle, meine Königin in diesem Beet, hat diese Woche zur 2. Blüte angesetzt. Das fleißige Kappen des Abgeblühten und das "Verfüttern" einer Bananenschale, trägt also erste Früchte. :-) Sie hat wirklich ein herrlich schönes Creme-weiß.


Die Cosmeen blühen endlich auch. Sie sind oft übersäät von Läusen, so braucht es oft eine harte Dusche mit dem Gartenschlauch um die Blütenstängel davon zu befreien.  Cosmeen sind (leider) Einjährige, und gehören nicht zu den Stauden. Aber ich bin mir jetzt schon sicher, nächstes Jahr kommen sie wieder in den Garten. Irgendwie passen sie auch überall dazu. Die Sorte oben ist eine gefüllte Sorte... ich denke sie heißt "Snow Pouff", bin mir aber nicht mehr sicher. Das Samentütchen habe ich versehentlich weggeworfen. Besser gefallen mir allerdings Cosmeen mit ganz einfachen Blüten, die auch von den Insekten lieber angenommen werden.



Ein schöner Lückenfüller, bzw. eine tolle Staude für den Beetrand ist die Campanala carpatica oder Karpatenglockenblume. Sie wird ca. 20 cm hoch und blüht von VII - IX.  Die Frühlings-Anemone überrascht mich seit Wochen immer wieder. Während ich dachte, Ende Mai sei die Freude bis zum nächsten Frühling vorbei, finde ich überall mal wieder eine neue Blüte.


Regelrecht eingeschlichen hat sich der rosafarbene Sonnenhut. Gekauft habe ich ja laut Etikett eigentlich den Echinacea "Coconut Lime", ein weißer Pompon-Sonnenhut. Da Salbei, Katzenminze und der blaue Rittersporn grad noch Blüh-pause haben und nach dem Remontierschnitt schwer im Wiederkommen sind, passt sich diese Echinacea dennoch gut in mein weiß-blaues Beet hinein. Natürlich darf sie da bleiben, auch wenn das gaaaaanz ganz anders gedacht war. *hüstel*  Da hat wohl wieder ein Witzbold in der Gärtnerei die Ettiketten vertauscht. grrrrr......


Nicht beeindrucken haben sich von meiner Unkrautzupfzucht (bitte 10x hintereinander schnell aussprechen!)
glücklicherweise die Bischofsblume und ein paar der Jungfern im Grünen. Die sind zwar grundsätzlich nie da gekommen, wo ich sie hingesät hatte, aber im nächsten Jahr dürfen diese Einjährigen wieder mit einziehen. Ich finde es sind wunderschöne Hingucker.



Weniger Hingucker, sonder vielmehr als Sichtschutz dienend und noch mal viel mehr an Duft verströmen die Duftwicken. Auch einjährige Pflanzen, die ab sofort jedes Jahr in den Garten einziehen.
Heuer hab ich sie noch im Topf, - nächstes Jahr suche ich noch bessere Plätze. Am besten da und dort wo man sich oft aufhält und vorbei geht. Der Duft ist einfach sensationell!